» Menü
erstellt von: krawatten, am 18.04.2013 16:57 , Clicks: 4584

Kultivierte Kleinigkeiten: Accessoires

Perfekt. Der maßgeschneiderte Anzug sitzt wie eine zweite Haut. Sollte er auch. Denn immerhin hat er etwa den Gegenwert von zehn bis zwölf Plasmafernsehern gekostet. Sanft glänzt der hochfeine Stoff im Sonnenlicht, natürlich die gute Schurwolle, Super 200, was denn sonst. Dazu die edlen rahmengenähten Oxfords, mit Wasserpolitur in fleißiger Kleinarbeit auf Hochglanz poliert. Selbstverständlich harmonieren auch die hochwertigen Markensocken damit. Und das Hemd aus Sea-Island-Baumwolle. Und so optimal gerüstet gehen Sie nun in wichtige Verhandlungen mit Ihrem Geschäftspartner. Da kann doch nichts mehr schief gehen, oder?

 

Nun gut, der giftgrüne Werbekugelschreiber, den Sie noch schnell unterwegs eingesteckt haben, ist vielleicht nicht der letzte Schrei, aber zum Verträge unterzeichnen reicht er schon. Sie haben sogar noch die ein oder andere – schon etwas abgestoßene – Visitenkarte im – noch abgestoßeneren - Portemonnaie. Den Leinenbeutel mit allen wichtigen Unterlagen haben Sie auch dabei. Noch schnell ein Blick auf Ihre überdimensionale Fliegeruhr, und der Termin kann beginnen. Nur dass Ihr Gesprächspartner Sie auf einmal so komisch mustert...

 

Leider neigen gerade Menschen, die in großen Zügen sehr auf ihr Äußeres achten, gerne dazu, jene kleinen Details zu vernachlässigen, die ein Outfit erst komplett machen. Anzug? Natürlich, das Beste ist gerade gut genug. Hemd, Schuhe, Socken, alles wird noch mit Bedacht ausgewählt. Schon weniger Planung fließt in die Wahl der richtigen Krawatte. Doch da man hier im Geschäftsleben meist ohnehin auf dezente Farben und konservativ gestreifte Krawatten festgelegt ist, hält sich die Zahl der modischen Ausfälle hier in Grenzen. Hauptsache, die Krawatte ist aus bester Seide und idealerweise auch noch handgenäht.

 

Doch bereits die winzigsten Kleinigkeiten können den ansonsten tadellosen Eindruck schnell zunichte machen. Natürlich reicht ein Werbekugelschreiber in der Jackentasche. Aber wer einmal dazu kam, sich den Luxus eines Unterschriftenfüllers zu gönnen, wird darauf nicht mehr verzichten wollen. Nicht nur, weil es sich ganz anders anfühlt, mit einem Füllfederhalter statt einem schnöden Kuli zu unterschreiben. Sondern weil das einfach Stil hat. Mit einer persönlichen Gravur ist so ein gutes Stück übrigens auch ein beliebtes Geschenk.

 

Auch beim Portemonnaie sollte man auf Details achten. Wobei das allerdings leichter gesagt als getan ist. Denn im Kaufhaus wird der Markt momentan von amerikanischen Herstellern beherrscht. Was ja an und für sich kein Problem wäre. Nur: Die amerikanischen Marken verzichten ab einer gewissen Preisklasse nicht nur häufig auf ein Münzfach (wozu auch, wenn selbst ein einzelner Dollar schon ein Geldschein ist), sondern sehen teilweise nicht einmal mehr Scheinfächer vor. Schließlich wird ja im Land der unbegrenzten Möglichkeiten selbst der einzelne Kaugummi mit Kreditkarte bezahlt. Das kann die Suche ein wenig erschweren. Wenn Sie ein solides Portemonnaie aus Leder gefunden haben, kann eigentlich schon nichts mehr schief gehen. Nur Finger weg von bunten Kreationen aus Nylon oder PVC. Die sehen selbst dann nicht gut aus, wenn ihr Preis im dreistelligen Bereich liegt.

 

Wohler als im Leinenbeutel oder gar in einer Plastiktüte fühlen sich Ihre Unterlagen in einer Aktentasche aus Leder. Wer es ganz genau nimmt, gönnt sich je eine schwarze und eine braune Aktentasche, je nachdem, welchen Gürtel und was für Schuhe er gerade trägt. Wenn Sie viel unterwegs sind oder sich gern unterwegs mal eine Kaffee holen, ist es nicht schlecht, wenn man einen Schulterriemen anklemmen kann. Das sieht nicht ganz so klassisch aus, aber dafür hat man die Hände frei.

 

Die passende Armbanduhr ist am besten hochwertig, aber schlicht. Ein Metallarmarmband erspart Ihnen die Mühe, die Uhr mit Ihrem Gürtel und den Schuhen abstimmen zu müssen.

 

Diese Grundelemente sollten Ihr Business—Outfit bereits enorm aufwerten. Soll es festlicher werden, kommt weiteres Zubehör ins Spiel. Manschettenknöpfe etwa. Die dürfen an und für sich ruhig etwas moderner sein. Dazu ein Einstecktuch. Nicht in Farbe und Muster der Krawatte, sondern farblich darauf abgestimmt, vielleicht mit der Musterfarbe. Wenn Sie ein Fan von Krawattenklammern sind (eigentlich hatten die guten Stücke ihre große Zeit in den 90ern), setzen Sie diese bitte nicht waagerecht, sondern schräg, in Richtung des Revers. Sonst zerschneiden Sie optisch den Oberkörper.


Stilsicher mit Anzugsschuhen, Manschettenknöpfen und Krawatte
Neue Sommerhemden für den Mann
Große Garderobe, kleines Budget
Coole Tipps für heiße Sommertage


Passende Produkte aus unserem Shop: