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erstellt von: krawatten, am 03.09.2010 14:08 , Clicks: 9355

Herren Schmuck - Schmückendes Beiwerk - zu viel ist zu viel!

Nachdem Schmuck jahrzehntelang eine Domäne der holden Weiblichkeit war, ist die Auswahl an edlen Schmuckstücken für den Herrn so groß wie nie. Die Spannweite reicht von stylischen Stein- oder Muschelketten über Manschettenknöpfe und Kragennadeln bis hin zu Krawattenklammern, vergoldeten Pins und schweren Edelstahlgehängen (natürlich auch Krawatten als den Herrenschmuck schlechthin, doch darum soll es heute ausnahmsweise einmal nicht gehen). Man(n) trägt wieder Schmuck.

Der größte Teil dieser Stücke ist eindeutig der Freizeitmode zuzuordnen. Und zum Surfoutfit kann eine Muschelkette ja sogar gut aussehen. Allerdings sollten Sie unbedingt davon absehen, derartige Zierden zum formellen Dress zu kombinieren. Denn zum Anzug wirken viele dieser trendigen Accessoires einfach lächerlich. Manch anderes Schmuckstück hingegen ist für dezente Anzüge die ideale Ergänzung. Nur muss man aufpassen, es nicht zu übertreiben. Als Grundregel für Herrenschmuck sollte gelten: er sollte nicht nur gut aussehen, sondern eine Funktion haben. Nur dann ist das Prinzip des Understatements richtig angewandt und Sie wirken jederzeit gentleman-like.

Praktisch, wenn auch nicht mehr oft zu sehen, ist auch die Krawattennadel. Sie wird oft mit der Krawattenspange verwechselt, die klassische Krawattennadel hingegen ist eine Nadel mit einem kleinen Zierkopf. Im oberen Bereich der Krawatte wird diese mit der Nadel am Hemd festgesteckt. Neben der dekorativen Optik hat das den Vorteil, dass die Krawatte nicht verrutscht und nicht ganz so leicht ins Essen hängt ? ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn wie sagt Murphys Gesetz: Die größte Attraktion für die Suppe ist eine saubere Krawatte.
Der große Nachteil ist natürlich, dass sie zum Gebrauch einer Krawattennadel die Krawatte durchstechen müssen. Achten Sie darauf, dass die Spitze der Nadel noch scharf genug ist (wenn nicht, kann man sie anschleifen), und versuchen Sie, sie immer an der gleichen Stelle einzustechen.

Wenn Sie die edle Seide ihrer Krawatte nicht beschädigen möchten, empfiehlt sich eher eine Krawattenklammer bzw. Krawattenspange. Mit dieser klemmt man den Binder an das Hemd. Über die Optik scheiden sich allerdings die Geister. Unternehmen haben die Krawattenklammer längst als Werbeträger entdeckt, es gibt lustige Motive. Leider wirken Sie mit Dollarzeichen oder Mickey Mouse auf der Krawattenspange schnell nicht mehr so seriös, wie Sie es eigentlich vorhaben. Zudem wird der freie Fall der Krawatte verhindert, und oft bauscht sich die Krawatte im Sitzen auf der Brust auf.
Wenn Sie eine Krawattenklammer benutzen möchten, wählen Sie ein dezentes Modell ohne große Motive. Die Krawattenklammer sollte tief genug sitzen, dass sie bei geschlossenem Jackett nicht zu sehen ist.

Auch mit ihrer Armbanduhr setzen Sie Akzente. Der überdimensionierte Outdoor-Chronometer mit GPS-Empfang und Temperaturanzeige kann zum dunklen Anzug schnell unpassend wirken. Besser wäre hier eine dezente Uhr, die zum Rest des Outfits passt. Vermeiden Sie grelle Farben. Zu sehr eleganter Gesellschaftskleidung wie dem Frack oder dem Cutaway kann sich eine Armbanduhr ganz verbieten ? steigen Sie in so einem Fall auf eine Taschenuhr um oder verbringen ausnahmsweise mal einen Abend zeitlos.

Ein Ehe- und eventuell auch noch ein weiterer Herrenring gehen noch in Ordnung. Von geblümten Designerkreationen, Fantasymotiven oder Totenköpfen am Finger sollten Sie absehen, auch wenn der Markt inzwischen alles hergibt. Behalten Sie sich solche Extravaganzen für legere Freizeitkleidung vor, wenn überhaupt.

Manschettenknöpfe wirken stets edel. Zwar sind sie im Zeitalter der Kombimanschette nur noch selten wirklich notwendig, aber sie werten jedes Hemd auf, zu dem sie angelegt werden, und geben Ihnen zudem die Möglichkeit, ein Stück Individualität zu zeigen. Übrigens: ein mit Manschettenknöpfen getragener Ärmel darf ein wenig mehr aus dem Anzugsakko hervorschauen als eine geknöpfte Manschette (natürlich nicht zu viel, sonst entsteht der Eindruck, das Sakko sei zu kurz). Ein so geschmücktes Hemd mit Doppelmanschette, dazu vielleicht ein dezenter Krawattenschal: schon geben Sie selbst Ihrem Freizeitoutfit eine Ausstrahlung von Eleganz.

Wesentliche Grundregel ist natürlich, dass alles zusammen passt. Wählen Sie Manschettenknöpfe in Gold, sollten Sie nicht gerade eine silberne Uhr und Krawattennadel tragen und umgekehrt. Idealerweise beziehen Sie auch ihre Gürtelschnalle in diese Überlegung mit ein ? man wird sie zwar selten sehen, aber sicher ist sicher. Weniger ist mehr ? dies gilt insbesondere bei Schmuck für den Mann.


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