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erstellt von: krawatten, am 15.09.2010 17:52 , Clicks: 6364

Die Macht der Farben

Manchen Menschen steht eine Farbe einfach. Manchen wiederum überhaupt nicht. Manche Menschen können scheinbar alles tragen. Während die Damen es durch jahrhundertelange Modeübung gewohnt sind, sich mit Farbwirkungen auseinanderzusetzen, wird den Farben in der Herrenmode noch viel zu wenig Beachtung geschenkt. Oftmals ist es einfach die richtige Kleidungsfarbe, die einem Menschen völlig verändert aussehen lässt. So macht optisch manchmal schon eine lila Krawatte oder rote Krawatte aus dem einem einen südländischen Verführer, aus dem anderen einen bleichen Vampir.

Und doch: diese Wirkung ist nicht völlig zufällig. Welche Farben Sie tragen können, hängt von Ihrer Hautpigmentierung und Haarfarbe, ja selbst von Ihrer Augenfarbe ab. Es gibt durchaus bestimmte Regeln, mit denen Sie abschätzen können, was farblich zu Ihnen passt. Und damit lassen sich teure Fehlkäufe vermeiden ? abgesehen von einem Look, der einfach besser passt.

Man teilt diese Neigungen in Farbtypen ein, die poetisch die Namen von Jahreszeiten tragen und nicht immer so genau voneinander abzugrenzen sind. Manch einer wirkt auf den ersten Blick völlig anders, als es seinem farblichen Naturell entspricht, zumal Sonnenbräune und Befindlichkeit das Ergebnis verfälschen können. Im Zweifelsfall kann eine professionelle Farbberatung helfen.

Allgemein unterscheidet man kalte und warme Typen. Dass der Wintertyp als kalt gilt, dürfte kaum überraschen. Allerdings trifft das Gleiche auch für den Sommer zu. Frühjahr und Winter hingegen wirken wärmer.

Sind Sie ein Frühlingstyp? Das ist nicht unwahrscheinlich, wenn Sie eine eher helle Haut haben. Sie kann manchmal fast transparent wirken, hat aber immer einen gelbliche bis goldenen Unterton.
Die Haare gehen meist ins blonde, können aber auch einen rötlichen Schimmer haben. Typische Augenfarben für den Frühlingstyp sind grün oder blau. Aber auch ein leichtes Goldbraun ist möglich.
Geografisch ist dieser Typ in Mitteldeutschland häufig anzutreffen, aber auch oft in den Benelux-Ländern und den USA.

Die idealen Frühlingsfarben haben alle eines gemeinsam: sie sind eher zart und warm. Pastelltöne wirken wie für den Frühlingstyp geschaffen. Perfekt sind zum Beispiel Apricot, graublau, rosa oder beige, aber auch ein leichtes hellblau. Wenn Ihnen diese Töne zu weich sind, um sie etwa im Hemd aufzunehmen (obwohl sich das selbst bei Businessmode mit hellblau und rosé anbietet), wählen Sie doch einfach eine schmale Krawatte in Lachs oder Navy.

Sind Ihre Augen eher graublau oder petrol, lässt dies eher auf einen Sommertyp schließen. Meist sind die Haare des Sommers mittel- bis dunkelbraun, aber auch fahles Aschblond kommt vor.
Eigentümlich ist der Sommer-Haut ihr leicht bläulicher Schimmer. Die Haut ist oftmals fast weiß, kann aber auch ausgesprochen rosig sein.
Gerade in Norddeutschland ist dies ein sehr verbreiteter Menschenschlag. Auch in den skandinavischen Ländern, aber auch in Teilen Indiens trifft man sehr häufig auf Sommertypen.

Sind sie ein Sommertyp, sollten dunkle Farben Ihre Favoriten sein. Dunkles Blau und dunkles braun bringen Ihre Wirkung am besten zur Geltung. Vermeiden Sie warme, gelbliche Farben. Mit einem Hemd in Flieder oder altrosa können Sie nicht viel falsch machen, wenn Sie sich trauen. Dazu kann gerne eine gut ausgesuchte Krawatte schwarz kontrastieren.

Stahlblaue Augen würde man landläufig eher als kalt beschreiben. Aber weit gefehlt. Zusammen mit Schilfgrün, Oliv oder Dunkelbraun handelt es sich um typische Augentöne des Herbsttyps. Auch wenn die Haut des Herbstes manchmal etwas blass erscheint, hat sie doch stets einen goldenen Unterton. Oft sind die Haare kastanienbraun, aber auch rötlich kommt vor.
Zu den bevorzugten Farben dieses vor allem im Süden Deutschlands häufigen Menschentypen sollten viele Brauntöne gehören: Khaki, Petrol, Bronze und warme Kupfervarianten.
Dies können Sie gut mit sehr kräftigen, ja geradezu knalligen Farben aufwerten. Lassen Sie die Finger von Pastellfarben! Ist Ihre Krawatte rot, was Ihnen hervorragend steht, sollten Sie um so mehr beim Hemd bei schlichtem weiß bleiben ? und sich freuen, dass Sie Farben tragen können, die bei anderen Menschen unpassend oder zu laut wirken würden.

Der Wintertyp lässt sich geografisch nicht auf ein bestimmtes Verbreitungsgebiet festlegen. Die Haut ist hell, blaustichig und erinnert an Porzellan. Oftmals schimmern die Adern durch. Die Augen sind meist tiefblau oder schwarzbraun und sehr intensiv.

Eine Frau mit dieser Farbkombination würde man schnell als ?Eisprinzessin? kategorisieren. Als Mann müssen Sie sich vorsehen, nicht wie ein Vampir bei Sonnenaufgang zu wirken ? was bei den falschen Farbkontrasten hier durchaus passieren kann.

Denn genau um diese Kontraste geht es hier. Vermeiden Sie um jeden Preis Ton-in-Ton-Kombinationen. Ist Ihr Hemd weiß, ist die Krawatte schwarz. Ist es schwarz, wählen Sie die Krawatte weiß. Zugegeben, etwas extrem, aber mit Kontrasten kommen Sie jederzeit durch, auch wenn Sie in der Businessmode vielleicht eher etwas zurückhaltend sein müssen. Ihre Farben sind sonst eher Schwarz, Dunkelblau, Rubin oder Kirschrot. Die Farben dürfen leuchten und sich absetzen. Gegensätze sind Trumpf.

Natürlich ist der Farbtyp nur einer der Schritte auf dem Weg zu einer guten Farbwahl. Aber er wird das Risiko von Fehlkäufen reduzieren und Sie ein wenig kraftvoller wirken lassen.

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